SEG Übung Augsburg-West & JRK 2010

 


Auch die Polizei "spielte" unerwartet an unserer SEG Übung an der Wertach mit

Wenn während der SEG-Sitzung der Piepser geht

Es kam alles anders als gedacht, als unsere SEG Mitglieder am 13.11.2010 dem Aufruf unseres SEG-Gurus zu einer SEG-Besprechung folgten.

Man wunderte sich zwar kurz, dass kurzfristig einige Mitglieder auf mysteriöse Art und Weise keine Zeit hatten, doch ein ausgetüfteltes System der betreffenden Mitglieder gab keinen weiteren Anlass an den Verhinderungen der Nicht-Anwesenden zu zweifeln.

Also gut, es gab einiges zum Thema Schnelleinsatzgruppe zu besprechen. Der Einzige in dieser Runde der die wahren Beweggründe der Abwesenden kannte nicht an der Besprechung teilzunehmen war unser Guru „himself“ Thomas Schwarzenberger. Dieser wurde nämlich vorher eingeweiht.

Gegen 14.45 Uhr war die Versammlung von einigen verunsicherten Gesichtern gezeichnet als der Piepser klingelte. Die Einsatzmeldung lautete: „Übungseinsatz. Zur Unterstützung der Landrettung. Mehrere durch Wasser eingeschlossene Personen an der Wertach Höhe Flusskilometer 8,8!“

Hecktisch, aber dennoch organisiert wurde dass Fahrzeug besetzt und die Fahrt aufgenommen. Der Clou an der Sache war, bis auf zwei Besatzungsmitglieder hatte keiner mitbekommen, dass es sich um einen Übungseinsatz handelte, weshalb beim ein oder anderen das Adrenalin förmlich kochte.

An der Einsatzstelle angekommen traf man alte Bekannte. Zum einen traf man dort die eigentlich verhinderten SEG Mitglieder an zum anderen die SAN-Einheit des Jugendrotkreuz Augsburg die bereits mittels eines SG 20 ein Verbandplatz aufgebaut hatten. Denn dass Übungskonzept sah eine gemeinsame Übung des JRK und unserem 91/4 vor. Durch das gemeinsame Zeltlager im Juni waren ja die Gesichter bereits bestens bekannt.

Übungsannahme waren 6 verletzte Personen nach einer Grillexplosion. Die Aufgabe der Mannschaft des 91/4 war die Rettung der Personen über das Wasser und die Übergabe an die SAN-Einheit, die dann die medizinische Versorgung übernahm und den Abtransport organisierte.

Schnell war klar, aufgrund des Wasserstandes und der starken Strömung würden unsere Wasserretter schnell an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen, was auch zwei der Rettungsschwimmer am eigenen Leib erfahren mussten. Nach vielen Mühen und nahe des Zusammenbruchs waren 5 verletzte Personen gerettet. Und dann geschah das, was auch zugegebener Weise die Übungsleitung kurzzeitig den Atem verschlug. Der Edelweiß 4, Helikopter der bayerischen Polizei fragte bei der Übungsleitung an, ob es möglich wäre bei der Einsatzübung mitzuwirken.

Gesagt getan nach, nennen wir es mal „mittellanger“ Wartezeit schwebte der Edelweiß über unseren Köpfen. Er landete und nahm unseren Wasserretter Waldo auf. Dieser wusste zunächst gar nicht wie ihm geschah, doch schon ein paar Höhenmeter später stürzte er sich aus ca. 5m Höhe in die Fluten der Wertach um die letzte Person zu retten. „Mir isch ganz schee `s Zäpfle ganga!“ War alles was er an Land noch raus brachte.

Zum Abschluss der Übung gab es noch für alle Interessierten eine Führung durch den Heli und für alle Beteiligten ein gemütliches Grillen im Familienbad.Alles in allem war der Tag ein großes Highlight. Man sah viel neues, viel aufregendes und lernte seine Grenzen kennen. Die Übungsleitung bedankt sich nochmals bei den Mimen, der Besatzung des Edelweiß 4 und allen anderen Mitwirkenden.